Schmierläuse – Wollläuse saugen unterm Wachswolldach

Schmierläuse oder auch Wollläuse gehören zu den Schildläusen. Sie haben aber keinen festen Schild, sondern verbergen sich in Wollgebilden. Das Aussaugen des Pflanzensaftes sowie der Honigtau schaden der Bonsai-Pflanze.

Krankheits-/Schädlingsart

Insekten > Schnabelkerfe > Pflanzensauger

Beschreibung

Bevorzugt in den Blatt- und Zweigachseln unter einer pelzigen, weißen Schicht, die klebt wie Zuckerwatte, verbergen sich die nur wenige Millimeter großen Wollläuse. Dort saugen sie den Pflanzen den Saft aus und legen auch ihre Eier ab.

Neben den Wattegespinsten sind auch die Ausscheidungen in Form von Honigtau ein markantes Erkennungsmerkmal für einen Schmierlaus-Befall des Bonsai.

Einige Arten überleben im Freien nicht.

anfällige Bonsais

insbesondere Buchen, Fuchsien, aber auch Nadelbäume wie Lärchen, Kiefern oder Eiben sowie Zitrusbäume

Ursache

Dunkler, feuchter Standort begünstigt den Befall

Schaden

Saugschäden in Form von Blattfall oder Schwächung der Pflanze und verklebte Blätter sind die primären Schäden. Der Honigtau lockt aber auch andere Interessenten an, vor allem Ameisen. Auf dem Honigtau siedeln sich häufig Mikropilze (Rußtau) an. Die Wachsflocken stören das Gesamtbild.

Bekämpfung

Befallene Pflanze sollten Sie gleich von den gesunden Bonsai-Pflanzen isolieren, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Die Behandlung dehnen Sie am sicherheitshalber auch auf die ehemaligen Nachbarpflanzen aus.

Kleineren Befall können Sie absammeln, abduschen oder mit einem in Spiritus getränkten Wattestäbchen betupfen. Anders als Kontaktgift durchdringt der Spiritus die wächserne Schicht und tötet die Wollläuse. Unter Umständen genügt ein Blattschnitt, vor allem, um die Krone zu lichten.

Befallene Pflanzen sollten Sie auf jeden Fall umtopfen. Da die Erde höchstwahrscheinlich mit Wolllaus-Eiern kontaminiert ist, entfernen Sie das alte Substrat so weit wie möglichst und verwenden Sie beim Umtopfen neues.

Eine biologische Bekämpfung durch Marienkäfer und Schlupfwespen und Florfliegen ist möglich.

Aufgrund der Wachsschicht sind die Wollläuse gegen Kontaktgifte nahezu immun. Verwenden Sie stattdessen bei Bedarf systemisch wirkende Gifte, zum Beispiel Lizetan-Stäbchen. Auch Calypso wirkt gegen Wollläuse.