Saugfreudige Blattläuse hinterlassen Honigtau

Blattläuse treten früher oder später in jedem Hobbygarten auf. Klebrige Blätter sind eines der deutlichsten Anzeichen für Blattläuse.

Krankheits-/Schädlingsart

Insekten > Schnabelkerfe > Pflanzensauger

Beschreibung

Es gibt viele verschiedene Arten von Blattläusen, die hier nicht alle im Einzelnen beschrieben werden können. Meist sind sie sehr klein (unter 5 mm) und flügellos. Die meisten Arten sind grün, braun oder schwarz, es gibt aber auch orangefarbene Blattläuse.

Der Körper ist sackförmig. In der Regel verfügen die Blattläuse über schlanke Beine und lange Fühler.

Sofern die Tiere selbst nicht zu entdecken sind, erkennt man ihr Vorhandensein an den typischen Krankheitsmerkmalen der Pflanze wie verkümmernde Pflanzenteile, Auswucherungen (Gallen) und vor allem den klebrigen Blättern. Die Läuse saugen den Pflanzensaft aus. Die Ausscheidungen der Tiere sind deshalb stark zuckerhaltig und deshalb auch klebrig (Honigtau).

anfällige Bonsais

alle Laubbäume, wie Ahorn,

Ursache

Schaden

Durch das Aussaugen der Pflanzensäfte werden dem Bonsai die Nährstoffe entzogen. Je nach Art der Blattlaus und den von ihr bevorzugten Pflanzenteilen reagiert der Bonsai mit eingerollten oder gekräuselten Blättern, Verfärbungen, Blattgallen oder Abwerfen der Blätter.

Ein weiterer, weniger bekannter Schaden besteht darin, dass Blattläuse häufig auf Viren auf die Pflanze übertragen. Einige Viren werden beim Saugen über den Blattlausspeichel an die Pflanze abgegeben, andere durch Abstreifen vom Körper.

Ein weiteres Problem stellt der Honigtau dar. Er verklebt nicht nur die Poren der Pflanze. Er bildet auch einen Nährboden für Mikropilze und lockt andere Plagegeister an, etwa Ameisen.

Bekämpfung

Die Bekämpfung der Blattläuse kann chemisch oder biologisch erfolgen.

  • Bei geringem Befall reicht es unter Umständen, die Blattläuse abzustreifen oder mit Wasserstrahl (Dusche, Sprüher) abzuschießen.
  • Bei stärkeren Befall helfen Brühen (zum Beispiel aus Brennessel) zum Besprühen und Gießen, Niem-Produkte, Bepinseln mit Pflanzenöl oder Insektizide.
  • Als biologische Hilfe können Marienkäfer, Florfliegen und Ohrwürmer zum Einsatz kommen.