Zwergbambus (Pleioblastus pygmaeus)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Der Zwergbambus oder Bonsai-Bambus, oftmals auch als Seychellengras angeboten, ist kein echter Bambus. Beheimatet ist der Zwergbambus oder auch Zimmerbambus in Afghanistan, Pakistan, Indien, China, Nepal, Thailand, Laos, Vietnam, Malaysia und Myanmar. Dort siedelt er sich meist auf Seehöhen von 100 bis 2300 Metern auf Berghängen, hauptsächlich in sandigem und felsigem Boden, an Straßen oder Flüssen. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Der ideale Standort für den Zwergbambus ist ganzjährig im Freien. Erhält er über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Bonsai-Bambus in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Der Zwergbambus hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser, dennoch darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Bei hohen Temperaturen und starker Sonne benötigt der Baum eine intensivere Beobachtung hinsichtlich der Wasserversorgung. In dieser Zeit muss er gegebenenfalls häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde ganzjährig feucht gehalten werden. Tritt dennoch der Fall ein, dass die Erde ganz trocken geworden ist, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen, damit er dieses aufsaugen kann. Bestenfalls übersprüht man die Pflanze mit Regenwasser mit Hilfe einer Brause, um die Erde nicht aufzuschwemmen. Man kann ebenfalls abgestandenes Leitungswasser zum Gießen benutzen, allerdings besteht das Risiko, dass Kalkflecken auf den Blätter sichtbar werden. Durch das Gießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Nadeln des Baumes beseitigt. Anhand kurzer wiederholter Güsse wird die Erde langsam bewässert. Das Gießen wird somit fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform des Bambus beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Drahten des Zwergbambus ermöglicht eine Umgestaltung seines Erscheinungsbildes. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert sind organische Dünger in Kugel- oder Pulverform sowie organische Bonsai-Flüssigdünger.

Umtopfen

Da der Zwergbambus einen übermäßigen Wurzelwachstum vorweist, sollte er alle 1-2 Jahre im Frühjahr umgepflanzt werden. Dabei werden auch die Wurzeln zurückgeschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.

Überwintern

Als Freilandbonsai sollte der Zwergbambus im Freien überwintern, da er winterhart ist. Empfehlenswert ist es die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwa 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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