Zuckerhutfichte (Picea glauca Conica)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Zuckerhutfichte ist eine zwergwüchsige Zuchtform der Weißfichte, die aus Nordamerika stammt. Der Name geht auf die Wuchsform zurück, da sie, der im 19. Jahrhundert üblichen Form von Hutzucker, ähnelt. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Als Freilandbonsai sollte die Zuckerhutfichte das ganze Jahr über im Freien stehen. Bei genügend Lichtvorkommen, bildet sie über den Tag hinweg über die Nadeln mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Erhaltung der Lebensvorgänge benötigt. Durch diesen Überschuss an Energie ist sie fähig zu wachsen und der Stamm kann dicker werden. Durch Wind und Regen verhärten sich die Nadeln, dies lässt sie wiederum widerstandsfähiger gegen einen Schädlingsbefall und Krankheiten werden. Für ein optimales Wachstum der Zuckerhutfichte sind diese Faktoren ausschlaggebend; daher ist der richtige Standort für sie im Freien.

Gießen

Die Zuckerhutfichte hat einen durchschnittlichen Wasserbedarf.  Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass die Erdoberfläche nie gänzlich austrocknet, da ansonsten die feinen Wurzeln beschädigt werden. Bei hohen Temperaturen und viel Sonne benötigt der Baum eine intensivere Beobachtung hinsichtlich der Wasserversorgung. In dieser Zeit muss er gegebenenfalls häufiger gegossen werden.
Tritt dennoch der Fall ein, dass die Erde ganz trocken geworden ist, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen, damit er dieses aufsaugen kann. Bestenfalls übersprüht man die Pflanze mit Regenwasser mit Hilfe einer Brause, um die Erde nicht aufzuschwemmen. Man kann ebenfalls abgestandenes Leitungswasser zum Gießen benutzen, allerdings besteht das Risiko, dass Kalkflecken auf den Nadeln sichtbar werden. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Nadeln des Baumes beseitigt. Anhand kurzer wiederholter Güsse wird die Erde langsam bewässert. Diese Maßnahme wird fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Das Schneiden der Äste, Zweige und Triebe ist notwendig, um die typische Wuchsform der Fichte zu gewährleisten. Diese Maßnahme wird ab Mai alle 6-8Wochen bis September vollzogen. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Durch das Drahten kann das Erscheinungsbild der Zuckerhutfichte verändert werden. Hierfür verwendet man Aluminiumdraht, das spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie den Stamm gewickelt wird. Zu beachten ist dabei, dass das Wickeln des Drahtes in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff, vollzogen wird. Da im Mai das Dickenwachstum beginnt, sollte zu diesem Zeitpunkt der Draht entfernt werden, da ansonsten Drahtungsspuren entstehen können.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert ist ein organischer Streudünger in Kugelform.

Umtopfen

Ein Umtopfen der Zuckerhutfichte sollte alle 3-4 Jahre im Frühjahr oder im September stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus zu lange Wasser speichert und der Mykorrhiza Pilz absterben könnte, wird der Mischung kein Humus beigefügt. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Der optimale Standort für eine Überwinterung der Zuckerhutfichte ist im Freien. Es ist empfehlenswert die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwa 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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