Winterjasmin (Jasminium nudiflorum)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Ja
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Ja

Beschreibung

Der Jasmin ist ein tropischer bis subtropischer Pflanze aus der Familie der Ölbaumgewächse. Im europäischen Raum wird er wegen seines angenehmen Duftes und der reichen Blütenpracht geschätzt. Ihre Blütenfarbe reicht von Weiß über Rosa bis hin zu Gelb. Je nach Sorte müssen unterschiedliche Pflegemaßnahmen ergriffen werden. Die Sorte Jasmin nudiflorum, der Winterjasmin, ist eine winterharte Pflanze, die hellgelbe Blüten trägt. Sie wachsen meist schon zu Weihnachten – spätestens im Januar – und halten bis April.

Standort

Da der Winterjasmin eine tropische Pflanze ist, kann er ganzjährig in der Wohnung gehalten werden. Im Sommer kann er auch im Freien stehen, jedoch sollten die Temperaturen aber konstant über 5 Grad liegen. Erhält er über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Winterjasmin in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Der Winterjasmin hat einen überdurchschnittlichen Bedarf an Wasser hat. Deswegen darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige und Wurzeln des Jasmins müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um seine typische Wuchsform zu erhalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 4 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Drahten des Jasmins ermöglicht eine Umgestaltung ihres Erscheinungsbildes. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Für den Standort in der Wohnung bietet sich ein organischer Flüssigdünger an. Wird der Winterjasmin im Freien gehalten, sollte man einen organisichen Dünger in Kugelform oder ein Streudünger verwendet werden.

Umtopfen

Das Umpflanzen des Winterjasmins sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.

Überwintern

Da es sich beim Winterjasmin um eine tropische Pflanze handelt, muss die Überwinterung in einem geschützten Raum stattfinden, der mindestens 12 Grad aufweist. Ideal sind Temperaturen bis zu 25 Grad. An den trüben und weniger lichtintensiven Wintertagen sollte ebenfalls auf einen hellen Standort für den Bonsai geachtet werden.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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