Weißdorn (Crataegus monogyna)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Ja
Trägt Früchte Ja
Wirft Laub/Blüten ab Ja

Beschreibung

Weißdorn (Crataegus monogyna), der Eingriffelige Weißdorn, ist ein bis zu 6m hohes Wildgehölz, das auch an schattigen Orten gedeihen kann. Er lässt sich in alle möglichen Schnittformen bringen. Es gibt unzählige viele Weißdorn-Arten auf der Erde, über 1000 Arten sind allein aus Nordamerika. Die Borke ist flachschuppig und ihre Blätter sind dünkelgrün und färben sich im Winter, ja nach Art, gelb bis dunkelrot.  Es gibt weißblütige Arten, aber auch Weißdorne mit roten Blüten. Aus den diesen Blüten entwickeln sich im Sommer kleine Früchte, die ein wenig an Äpfel erinnern, diese können wiederum gelb, schwarz oder orange sein. Auch die Größen dieser Äpfel können, abhängig von der Art, varrieren.

Standort

Als Freilandbonsai ist der der ideale Standort für den Weißdorn ganzjährig im Freien. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze. Erhält er über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Weißdorn in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Obwohl der Weißdorn einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser hat, darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform des Weißdorns beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild des Weißdorns kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Besonders in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist eine regelmäßige Düngung für den Bonsai essentiell. Die Düngung wird lediglich in der Blütezeit und unmittelbar nach dem Umtopfen unterbrochen. Zu empfehlen ist ein organischer Streudünger  in Kugel- oder Pulverform sowie ein organischer Bonsai-Flüssigdünger.

Umtopfen

Das Umtopfen des Weißdorns sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden, da er einen enormen Wurzelwachstum aufweist. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.  Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad bestehen optimale Bedingungen für eine Überwinterung des Weißdorns. Ideal wäre ein Gewächshaus, jedoch kann dieser Freilandbonsai auch im Freien überwintern, da er winterhart ist. Überwintert der Weißdorn im Freien, ist es empfehlenswert die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwa 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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