Weihrauchpflanze (Plectranthus ernstii)

Outdoor tauglich Nein
Blühend Ja
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Weihrauchpflanze wächst in Trockengebieten um das Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Eritrea, Sudan), in Arabien und in Indien. Sie siedelt sich meist in kargen Landschaften zwischen Felsen und Klippen in Höhen von 1200m über dem Meerespiegel an. Das milchige Gummiharz wird an der Luft getrocknet, um somit das Weihrauchharz zu gewinnen. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 1,5 bis 8 Meter.

Standort

Da es sich beim Weihrauch um eine tropische Pflanze handelt, ist der ideale Standort ganzjährig in der Wohnung. Im Sommer kann auch im Freien gehalten werden, allerdings sollten die Temperaturen über 8 Grad liegen. Erhält er über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Weihrauch in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Als wasserspeichernde Pflanze hat der Weihrauch einen geringeren Bedarf an Wasser. Trotzdem darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform des Weihrauchs beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Grundsätzlich wird der Weihrauch nicht gedrahtet, da sich sein Erscheinungsbild leicht durch Rückschnitte verändern lässt. Möchte man den Baum dennoch drahten, so wickelt man einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Nach sechs Monaten sollte der Draht entfernt werden, ansonsten können Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Besonders in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist eine regelmäßige Düngung für den Bonsai essentiell. Die Düngung wird lediglich in der Blütezeit und unmittelbar nach dem Umtopfen unterbrochen. Zu empfehlen ist ein organischer Streudünger  in Kugel- oder Pulverform, wenn der Bonsai im Freien gehalten wird. Für den Standort in der Wohung empfiehlt sich  ein organischer Bonsai-Flüssigdünger.

Umtopfen

Das Umtopfen des Weihrauchs sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.  Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Als tropischer Baum muss der Weihrauch in der Wohnung bei mindestens 8 Grad überwintern, da er nicht winterhart ist. Die Temperaturen können bis zu 25 Grad in der Wohnung betragen, ohne dass es dem Bonsai schadet. Aufgrund der weniger lichtintensiven Tage im Winter, sollte darauf geachtet werden, dass der Bonsai einen hellen Standort erhält.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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