Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Ja

Beschreibung

Der Urweltmammutbaum, auch bekannt als Chinesisches Rotholz, Metasequoie oder Wassertanne, gilt als lebendes Fossil. Erst im Jahre 1941 entdeckte man ihn in einer unzugänglichen Gebirgsregion Chinas. Heutiges Vorkommen ist hauptsächlich in nordwestlichen und östlichen Regionen Chinas. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Als Freilandbonsai sollte der Urweltmammutbaum über das ganze Jahr im Freien gehalten werden. Bei ausreichender Lichtversorgung bildet die Lärche über den Tag hinweg über die Nadeln mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Erhaltung der Lebensvorgänge benötigt. Durch diesen Überschuss an Energie ist die Metasequoia fähig zu wachsen und der Stamm kann dicker werden. Durch Wind und Regen verhärten sich die Nadeln; dies lässt ihn wiederum widerstandsfähiger gegen einen Schädlingsbefall und Krankheiten werden.

Gießen

Die Metasequoia hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser, dennoch darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Bei hohen Temperaturen und starker Sonne benötigt der Baum eine intensivere Beobachtung hinsichtlich der Wasserversorgung. In dieser Zeit muss er gegebenenfalls häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde ganzjährig feucht gehalten werden. Tritt dennoch der Fall ein, dass die Erde ganz trocken geworden ist, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen, damit er dieses aufsaugen kann. Bestenfalls übersprüht man die Pflanze mit Regenwasser mit Hilfe einer Brause, um die Erde nicht aufzuschwemmen. Man kann ebenfalls abgestandenes Leitungswasser zum Gießen benutzen, allerdings besteht das Risiko, dass Kalkflecken auf den Blätter sichtbar werden. Durch das Gießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Nadeln des Baumes beseitigt. Anhand kurzer wiederholter Güsse wird die Erde langsam bewässert. Das Gießen wird somit fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Das Schneiden der Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln ist notwendig, um die typische Wuchsform des Urweltmammutbaumes beizubehalten und zu erreichen. Ab Mai  wird alle 6-8Wochen bis September ein Rückschnitt vorgenommen. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Durch das Drahten kann das Erscheinungsbild der Metasequoia verändert werden. Hierfür verwendet man Aluminiumdraht, das spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie den Stamm gewickelt wird. Zu beachten ist dabei, dass das Wickeln des Drahtes in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff, vollzogen wird. Da im Mai das Dickenwachstum beginnt, sollte zu diesem Zeitpunkt der Draht entfernt werden, da ansonsten Drahtungsspuren entstehen können.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert ist ein organischer Streudünger in Kugelform.

Umtopfen

Ein Umtopfen des Urweltmammutbaumes sollte alle 3-4 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus Wasser zu lange speichert und der Mykorrhiza Pilz absterben könnte, wird der Mischung kein Humus beigefügt.

Überwintern

Bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad bestehen optimale Bedingungen für eine Überwinterung der Metasequoia. Ideal wäre ein Gewächshaus, jedoch kann dieser Freilandbonsai auch im Freien überwintern, da er winterhart ist. Überwintert dieser Bonsai im Freien, ist es empfehlenswert die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwas 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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