Taxus (Taxus)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Der Taxus (die Eibe) ist hauptsächlich in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel beheimatet: von Amerika bis Mexiko, Guatemala und El Salvador. In Europa ist die Europäische Eibe als einzige Art heimisch. In Südostasien sind sie in tropischen Gebirgswäldern vorzufinden. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Als Freilandbonsai sollte der Taxus (die Eibe) das ganze Jahr über im Freien stehen. Ist ausreichend Licht für die Eibe vorhanden,  dann bildet sie über den Tag hinweg über die Nadeln mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Erhaltung der Lebensvorgänge benötigt. Durch diesen Überschuss an Energie ist sie fähig zu wachsen und der Stamm kann dicker werden. Durch Wind und Regen verhärten sich die Nadeln; dies lässt sie widerstandsfähiger gegen einen Schädlingsbefall und Krankheiten werden. Für ein optimales Wachstum des Taxus sind diese Faktoren ausschlaggebend, daher ist der richtige Standort für sie im Freien.

Gießen

Die Eibe hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass sie nie gänzlich austrocknet, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben können.  Bei hohen Temperaturen und starker Sonne benötigt der Baum eine intensivere Beobachtung hinsichtlich der Wasserversorgung. In dieser Zeit muss er gegebenenfalls häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde ganzjährig feucht gehalten werden. Tritt dennoch der Fall ein, dass die Erde ganz trocken geworden ist, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen, damit er dieses aufsaugen kann. Bestenfalls übersprüht man die Pflanze mit Regenwasser mit Hilfe einer Brause, um die Erde nicht aufzuschwemmen. Man kann ebenfalls abgestandenes Leitungswasser zum Gießen benutzen, allerdings besteht das Risiko, dass Kalkflecken auf den Nadeln sichtbar werden. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Nadeln des Baumes beseitigt. Anhand kurzer wiederholter Güsse wird die Erde langsam bewässert. Das Gießen wird fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Das Schneiden der Äste, Zweige und Triebe ist notwendig, um die typische Wuchsform der Eibe zu gewährleisten. Diese Maßnahme wird ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September vollzogen. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Durch das Drahten kann das Erscheinungsbild der Zwergkiefer verändert werden. Hierfür verwendet man Aluminiumdraht, das spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie den Stamm gewickelt wird. Zu beachten ist dabei, dass das Wickeln des Drahtes in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff, vollzogen wird. Da im Mai das Dickenwachstum beginnt, sollte zu diesem Zeitpunkt der Draht entfernt werden, da ansonsten Drahtungsspuren entstehen können.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert ist ein organischer Streudünger in Kugelform.

Umtopfen

Ein Umtopfen des Taxus sollte alle 3-4 Jahre im Frühjahr oder im September stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus zu lange Wasser speichert und der Mykorrhiza Pilz absterben könnte, wird der Mischung kein Humus beigefügt. Beim Umtopfen wird lediglich ein drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt. Als Bonsai-Schale wird traditionell eine unglasierte Schale gewählt.

Überwintern

Bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad bestehen optimale Bedingungen für eine Überwinterung der Eibe. Ideal wäre ein Gewächshaus, jedoch kann dieser Freilandbonsai auch im Freien überwintern, da er winterhart ist. Überwintert der Taxus im Freien, ist es empfehlenswert die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwas 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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