Steineiche (Quercus ilex)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Steineiche ist im mediterranen Raum verbreitet. Sie ist von Portugal bis zur Türkei und von Marokko bis Tunesien vorzufinden. Auf den Britischen Inseln ist sie winterhart und wird dort oft in Parks und Gärten gepflanzt. In Deutschland ist sie lediglich in den milderen Regionen (im Rheingraben und im Bodenseeraum) einigermaßen winterhart und wird selten angepflanzt.

Standort

Da die Heimat der Steineiche im Mittelmeeraum ist, ist sie fast eine subtropische Pflanze. Daher ist ihr idealer Standort im Sommer im Freien und im Winter in einem Raum, der Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad aufweist. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht. Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Steineiche in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Obwohl der Steineiche einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser hat, darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform der Steineiche beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild der Steineiche kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Besonders in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist eine regelmäßige Düngung für den Bonsai essentiell. Die Düngung wird lediglich in der Blütezeit und unmittelbar nach dem Umtopfen unterbrochen. Zu empfehlen ist ein organischer Streudünger  in Kugel- oder Pulverform sowie ein organischer Bonsai-Flüssigdünger.

Umtopfen

Das Umtopfen der Steineiche sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden, da er einen enormen Wurzelwachstum aufweist. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.  Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Die Steineiche sollte bei 0 bis 10 Grad überwintern. Allerdings ist sie relativ robust und verträgt Temperaturen bis zu -3°C. Dabei ist es wichtig, dass die Erde auch über den Winter regelmäßig feucht gehalten wird. Dieser Bonsai kann an den trüben Wintertagen auch an einem weniger hellen Standort gehalten werden.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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