Schlehe (Prunus spinosa)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Ja
Trägt Früchte Ja
Wirft Laub/Blüten ab Ja

Beschreibung

Die Schlehe, auch Schehdorn oder Schwarzdorn, gehört ursprünglich zur euroasiatischen Pflanzenwelt. Nach Mitteleuropa ist er spätestens in der jüngsten Steinzeit eingewandert. Die blaubereiften, schwarzen Steinfrüchte, die sogenannten Schlehen, sind für den Rohgenuss kaum geeignet, da sie sauer sind. Erst nach Frosteinwirkung sind die Früchte schmackhaft und für die Herstellung von Kompott und Saft geeignet. Die Schlehe ist ein sommergrüner Strauch, der sonnige Plätze und nährstoffreiche Böden bevorzugt.

Standort

Da es sich bei der Schlehe um einen Freilandbonsai handelt, ist der ideale Standort für sie im Freien. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Schlehe in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Die Schlehe hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser. Trotzdem darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige und Wurzeln der Schlehe müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um ihre typische Wuchsform zu erhalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Drahten der Schlehe ermöglicht eine Umgestaltung ihres Erscheinungsbildes. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert sind organische Bonsai-Flüssigdünger sowie organische Dünger in Kugelform oder Streudünger.

Umtopfen

Das Umpflanzen der Schlehe sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.

Überwintern

Da die Schlehe winterhart ist, sollte die Überwinterung im Freien stattfinden. Ideal wäre ein Gewächshaus, das Temperaturen zwischen 0 bis 10 Grad aufweist. Bestenfalls wird die Schale in Torf eingesetzt und die Erdoberfläche in ca. 5cm Stärke mit Substrat abgedeckt. Insbesondere bei strengem Frost sollte der Bonsai mit einer Plastikfolie bedeckt werden, um sein Austrocknen zu verhindern.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.