Sageretie (Sageretia theezans)

Outdoor tauglich Nein
Blühend Ja
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Heimat der Sageretie ist Asien. Dort wächst sie hauptsächlich strauchförmig, selten bilden sich kleine Bäume. Das immergrüne Gehölz, mit kleinen ovalen spitzen Blättern, zeichnet sich durch eine rehbraune bis dunkelbraune Stammfarbe aus. Aus den in Dolden zusammenstehenden Blüten entwickeln sich schwarze Beeren. Die Sageretie zählt in China zu den klassischen Bonsaiarten.

Standort

Als tropische Pflanze ist der ideale Standort für die Sageretie ganzjährig in der Wohnung. Im Sommer kann sie ab Temperaturen über 5 Grad im Freien gehalten werden. Bestenfalls wird ein halbschattiger, luftiger Platz gewählt. Wird sie im Winter in der Wohnung gehalten, sollte ein Raum gewählt werden, der nicht durchgehend beheizt wird. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Sageretie in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Die Sageretie hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser, aber die Erde darf nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform der Sageretie beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 4 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt. Bei Pflanzen im Entwicklungsstadium kann ab einer Trieblänge von 10 bis 15 cm auf 1-5 Blätter gekürzt werden. Ältere Bäume, die bereits ausgereift sind, werden früher geschnitten.

Drahten

Das Drahten der Segeretie ermöglicht eine Umgestaltung ihres Erscheinungsbildes.  Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.
Bis zu zweijährige Äste lassen sich leicht drahten, jedoch ist Vorsicht bei älteren geboten, da diese leicht brechen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Wird die Pflanze in der Wohnung gehalten, empfiehlt es sich einen organischen Bonsai-Flüssigdünger zu verwenden; beim Standort im Freien ist ein organischer Dünger in Kugelform oder organischer Streudünger geeigneter.

Umtopfen

Da die Sageretie einen starken Wachstum aufweist, sollte sie alle 1-2 Jahre im Frühjahr umgetopft werden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.

Überwintern

Da es sich um einen tropischen Baum handelt, muss die Sageretie in der Wohnung überwintern. Dabei sollten mindestens 5 Grad in der Wohnung herrschen. Ideal sind Zimmertemperaturen bis 20 Grad. Da die Wintertage oftmals trüb und weniger lichtintensiv sind, sollte nach einem hellen Standort Ausschau gehalten werden.

Krankheiten

Wird die Sageretie in der Wohnung gehalten, so ist sie oft anfällig für Pilzerkrankungen wie Mehltau und den Befall durch tierische Schädlinge wie beispielsweise der weißen Fliege.
Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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