Pfefferbaum (Zanthoxylum piperitum)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Ja
Trägt Früchte Ja
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Der Pfefferbaum wird am Mittelmeer überall als Straßenbaum angepflanzt. Mit seinen hängenden Zweigen und gefiederten Blättern hat er Ähnlichkeit mit der Trauerweide. Er hat rote Steinfrüchte und weißliche Blütentrauben.  Beheimatet ist der Pfefferbaum in Süd- und Mittelamerika, wo er vielseitig verwendet wird. Das Harz, das aus seinem Holz gewonnen wird, dient als Kaugummi und die Indios stellen aus Teilen des Baumes ein Getränk – das sogenannte  „Chicha de molle“ – her.

Standort

Da es sich beim Pfefferbaum um einen tropischen Baum handelt, ist sein idealer Standort im Sommer im Freien und im Winter in der Wohnung. Er kann auch ganzjährig in der Wohnung gehalten werden. Falls sein Standort im Sommer ins Freie verlegt wird, sollte darauf geachtet werden, dass die Temperaturen konstant über 5 Grad liegen. Erhält er über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Pfefferbaum in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Der Pfefferbaum hat einen hohen Bedarf an Wasser. Trotzdem darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige und Wurzeln des Pfefferbaums müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um ihre typische Wuchsform zu erhalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 4 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Drahten des Pfefferbaums ermöglicht eine Umgestaltung ihres Erscheinungsbildes. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert sind organische Bonsai-Flüssigdünger beim Standort in der Wohnung und organische Dünger in Kugelform oder Streudünger für den Standort im Freien.

Umtopfen

Das Umpflanzen des Pfefferbaums sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Humus wird der Bonsai-Mischung nicht beigefügt, da er zu viel Wasser speichert.

Überwintern

Da es sich um einen tropischen Baum handelt, muss seine Überwinterung in einem geschützten Raum stattfinden, der mindestens Temperaturen von 12 Grad aufweist. Aber auch Temperaturen bis 25 Grad sind möglich und für den Bonsai verträglich. An den trüben und weniger lichtintensiven Wintertagen ist auf einen hellen Standort zu achten.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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