Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Muschelzypresse, auch bekannt als Hinoki-Scheinzypresse, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Zypressengewächse. Von der Muschelzypresse gibt es zwei Varietäten, die eine Varietät ist in Taiwan beheimatet und die andere in Japan. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihre Muschelzypresse: der richtige Standort, Geißen, Schneiden, Düngen, Drahten und Umtopfen.

Standort

Bei der Muschelzypresse handelt es sich um eine mediterrane Pflanze, daher ist ihr idealer Standort im Sommer im Freien und im Winter in einem kühlen Raum, der Temperaturen bis zu 18 Grad aufweist. Bei ausreichend Lichtversorgung bildet die Muschelzypresse über den Tag hinweg über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Erhaltung der Lebensvorgänge benötigt. Durch diesen Überschuss an Energie ist die Zypresse fähig zu wachsen und ihr Stamm kann dicker werden. Durch Wind und Regen (im Sommer im Freien) verhärten sich die Blätter; dies lässt sie wiederum widerstandsfähiger gegen einen Schädlingsbefall und Krankheiten werden.

Gießen

Die Muschelzypresse hat einen geringen Bedarf an Wasser, dennoch darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Bei hohen Temperaturen und starker Sonne benötigt der Baum eine intensivere Beobachtung hinsichtlich der Wasserversorgung. In dieser Zeit muss er gegebenenfalls häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde ganzjährig feucht gehalten werden. Tritt dennoch der Fall ein, dass die Erde ganz trocken geworden ist, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen, damit er dieses aufsaugen kann. Bestenfalls übergießt man die Pflanze mit Regenwasser mit Hilfe einer Brause, um die Erde nicht aufzuschwemmen. Man kann ebenfalls abgestandenes Leitungswasser benutzen, allerdings besteht das Risiko, dass Kalkflecken auf den Blättern sichtbar werden. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzer wiederholter Güsse wird die Erde langsam bewässert. Das Gießen wird fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln der Muschelzypresse müssen zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform  der Zypresse zu erreichen und beizubehalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Durch das Drahten kann das Erscheinungsbild der Zypresse verändert werden. Hierfür verwendet man Aluminiumdraht, das spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie den Stamm gewickelt wird. Zu beachten ist dabei, dass das Wickeln des Drahtes in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff, vollzogen wird. Da im Mai das Dickenwachstum beginnt, sollte zu diesem Zeitpunkt der Draht entfernt werden, da ansonsten Drahtungsspuren entstehen können.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert ist ein organischer Streudünger in Kugelform oder ein organischer Bonsai-Flüssigdünger.

Umtopfen

Ein Umtopfen der Muschelzypresse sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus zu lange Wasser speichert. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da die Muschelzypresse ein subtropischer Baum ist, muss sie geschützt im Haus bei mindestens 5 Grad überwintern. Allerdings wären Temperaturen bis 15 Grad optimal.  Im Winter ist auch ihr Bedarf an Wasser niedriger, daher sparsamer gießen.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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