Lorbeer (Laurus nobilis)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Der Lorbeer ist ein immergrüner Zierstrauch oder -baum mit kleinen Blüten. Er ist nicht nur wegen seiner würzig duftenden Blätter bekannt, sondern er gilt auch seit jeher als Symbol des Sieges. Dies geht auf die Sage von Apollo zurück, der mit einem Lorbeer bekränzt als Sieger in Delphi eintraf, nachdem er den Drachen Python getötet hatte. Vor allem in Mittelmeerländern werden die Blätter des Lorbeers als Gewürz geschätzt und werden oft zur geschmacklichen Verfeinerung von Braten, Fisch und Suppen verwendet.

Standort

Als subtropischer Baum ist der ideale Standort für den Lorbeer im Sommer im Freien und im Winter in einem geschützten Raum, der Temperaturen bis zu 18 Grad aufweist. Erhält er über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Lorbeer in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Der Lorbeer hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser. Trotzdem darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige und Wurzeln des Lorbeers müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um ihre typische Wuchsform zu erhalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Drahten des Lorbeers ermöglicht eine Umgestaltung ihres Erscheinungsbildes. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert sind organische Bonsai-Flüssigdünger sowie organische Dünger in Kugelform oder Streudünger.

Umtopfen

Das Umpflanzen des Lorbeers sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Humus wird der Bonsai-Mischung nicht beigefügt, da er zu viel Wasser speichert.

Überwintern

Der ideale Standort für die Überwinterung des Lorbeers ist in einem geschützten Raum, der Temperaturen von mindestens 5 bis 18 Grad aufweist, höhere Temperaturen sind für den Lorbeer auch verträglich, allerdings muss er dann häufiger mit Wasser übersprüht werden. Besonders an den trüben, weniger lichtintensiven Wintertagen ist auf einen hellen Standort für den Bonsai zu achten.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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