Kirschmyrte (Syzygium paniculatum)

Outdoor tauglich Nein
Blühend Ja
Trägt Früchte Ja
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Mit etwa 600 Arten ist die Kirschmyrte in den Tropen und Subtropen der ganzen Welt beheimatet. Die Kirschmyrthen sind immergrüne Sträucher der Bäumchen, die als Zimmer- und Kalthauspflanzen geeignet sind. Sie bevorzugen sonnige und luftige Standorte und wachsen in lehmiger, nährstoffreicher Erde.

Standort

Da es sich bei der Kirschmyrte um eine tropische Pflanze handelt, kann sie ganzjährig in der Wohnung gehalten werden. Im Sommer ist auch der Standort im Freien möglich, soweit die Temperaturen konstant über 5 Grad liegen. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Kirschmyrte in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Die Kirschmyrte hat einen überdurchschnittlichen Bedarf an Wasser. Die Erde darf nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln der Kirschmyrte müssen regelmäßig zurückgenschnitten werden, um die typische Wuchsform zu erhalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 4 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Drahten der Kirschmyrte ermöglicht eine Umgestaltung ihres Erscheinungsbildes. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Insbesondere in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst müssen die Bäume regelmäßig gedüngt werden. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird das Düngen unterbrochen. Empfehlenswert sind organische Bonsai-Flüssigdünger sowie organische Dünger in Kugelform oder Streudünger.

Umtopfen

Das Umpflanzen der Kirschmyrte sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.

Überwintern

Da die Kirschmyrte ein subtropischer Baum ist, muss die Überwinterung in der Wohnung erfolgen und der gewählte Standort mindestens 12 Grad Temperatur aufweisen. Der Bonsai verträgt auch Temperaturen über 20 Grad. An den trüben, weniger lichtintensiven, Wintertagen sollte darauf geachtet werden, dass der Bonsai einen hellen Standort bekommt.

Krankheiten

Voraussetzung für einen gesunden Bonsai ist eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten geschützt. Wird der Bonsai dennoch von Schädlingen befallen, helfen die handelsüblichen Pflanzenschutzmittel, aber auch schonende Hilfsmittel ohne Chemie können eine Lösung sein.

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