Junischnee (Serissa Foetida)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Ja
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Der Junischnee ist in subtropischen Gebieten und feuchten Wiesen in Südostasien, von Indien über China bis Japan beheimatet. Der deutsche Name Junischnee oder „Baum der tausend Sterne“ geht auf die vielen kleinen, weißen trichterförmigen Blüten der Pflanze zurück. Der Junischnee existiert in verschiedenen Zuchtformen mit unterschiedlicher Blatt- und Blütenfärbung. Die im Juni erscheinenden Blüten variieren von weiß über rosa bis violett. Aufgrund ihrer Blütenpracht ist die Pflanze als Bonsai sehr beliebt.

Standort

Als subtropische Pflanze bevorzugt der Junischnee im Sommer den Standort im Freien und im Winter in einem kühlen Raum, der bis zu 15 Grad beheizt ist. Herrschen höhere Temperaturen, sollte das Blätterwerk öfter mit Wasser besprüht werden. Im Freien ist ein heller Platz zu wählen, der vor der Mittagssonne geschützt ist. Der Junischnee wünscht sich gleichbleibende Verhältnisse, bestenfalls keinen Standortwechsel. Denn auf Veränderungen reagiert er mit Blattabwurf. Auch leichtem Frost kann er nicht standhalten und sollte früher ins Haus geholt werden.
Erhält der Junischnee über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Junischnee in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Der Junischnee hat einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser und es sollte darauf geachtet werden, dass die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform des Junischnees beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild des Junischnees kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Besonders in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist eine regelmäßige Düngung für den Bonsai essentiell. Die Düngung wird lediglich in der Blütezeit und unmittelbar nach dem Umtopfen unterbrochen. Zu empfehlen ist ein organischer Streudünger  in Kugel- oder Pulverform, wenn der Bonsai im Freien gehalten wird und ein organischer Bonsai-Flüssigdünger für den Standort in der Wohnung.

Umtopfen

Das Umtopfen des Junischnees sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus zu lange das Waser speichert, wird er nicht der Bonsai-Mischung beigefügt. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da der Junischnee eine subtropische Pflanze ist, sollte die Überwinterung nicht im Freien erfolgen, sondern in einem geschützten Raum, der mindestens 5 Grad aufweist. Ideal sind Temperaturen bis zu 18 Grad. Höhere Temperaturen kann der Baum nur dann vertragen, wenn er täglich zusätzlich zum Gießen, mit Wasser besprüht wird. Im Winter auch darauf achten, dass er trotz der kurzen und weniger lichtintensiven Wintertage einen hellen Standort erhält.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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