Himalaja-Zeder (Cedrus deodara)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Himalaja-Zeder ist ein Nadelbaum aus der Gattung der Zedern, der vom westlichen Nepal bis ins östliche Afghanistan in Höhenlagen von 1200m bis 3000m heimisch ist. Sie bevorzugt nährstoff-arme, trockene Standorte aus Kalkstein, aber auch mäßig saure Böden. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Der ideale Standort für die Himalaja-Zeder ist ganzjährig im Freien. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Nadeln mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Zeder in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Durch Wind und Regen können sich die Nadeln verhärten und sie widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten werden lassen.

Gießen

Obwohl die Himalaja-Zeder einen eher geringen Bedarf an Wasser hat, darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn dies verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Überbrausen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzem wiederholten Gießen wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform der Himalaja-Zeder zu gewährleisten und beizubehalten. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Eine Veränderung des Erscheinungsbildes der Zeder kann durch das Drahten herbeigeführt werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Die regelmäßige Düngung in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist essentiell für einen Bonsai. Lediglich unmittelbar nach dem Umtopfen wird die Düngung unterbrochen. Zu empfehlen ist ein organischer Streudünger oder ein organischer Dünger in Kugelform.

Umtopfen

Das Umtopfen der Himalaja-Zeder sollte alle 4-5 Jahre im Frühjahr oder im September stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Jedoch sollte der Wurzelrückschnitt behutsam durchgeführt werden, da ein zu starker Rückschnitt die Zeder meist eingehen lässt. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus zu lange Wasser speichert und der Mykorrhiza Pilz absterben könnte, wird der Mischung kein Humus beigefügt. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da die Himalaja-Zeder winterhart ist, kann eine Überwinterung im Gewächshaus oder im Freien stattfinden. Ideal sind Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad. Überwintert die Zeder im Freien, ist es empfehlenswert die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwa 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden. Da Zedern über den Winter häufig ein beliebtes Nahrungsmittel für Kaninchen sind, sollten sie unbedingt vor ihnen geschützt werden.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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