Hemlocktanne (Tsuga canadensis)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Hemlocktanne oder Schierlingstannen bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse. Schierling ist die Übersetzung von engl. hemlock; der Name geht auf den Geruch der zerriebenen Nadeln der Westamerikanischen Hemlocktanne zurück. Beheimatet sind sie in den gemäßigten Breiten Nordamerikas bis nach Ostasien. Einst war die Gattung Tsuga auch in Europa beheimatet, starb allerdings während der Eiszeit aus. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Der ideale Standort für die Hemlocktanne  ist ganzjährig im Freien. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Nadeln mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Hemlocktanne in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Durch Wind und Regen können sich die Nadeln verhärten und sie widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten werden lassen.

Gießen

Obwohl die Hemlocktanne einen durchschnittlichen Bedarf an Wasser hat, darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn dies verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Nadeln erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Nadeln des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießen wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Ein Rückschnitt der Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln ermöglicht es, dass die typische Wuchsform der Hemlocktanne gewährleistet wird. Zurückgeschnitten wird sie ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Auch die Wurzeln werden beim Umpflanzen geschnitten, damit ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln erhalten bleibt.

Drahten

Weiterhin besteht die Möglichkeit das Erscheinungsbild der Kiefer durch das Drahten zu verändern. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Die regelmäßige Düngung in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist essentiell für einen Bonsai. Lediglich unmittelbar nach dem Umtopfen wird die Düngung unterbrochen. Zu empfehlen ist ein organischer Streudünger oder ein organischer Dünger in Kugelform.

Umtopfen

Das Umtopfen der Waldkiefer sollte alle 3-4 Jahre im Frühjahr oder im September stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Bimskies. Da Humus zu lange Wasser speichert und der Mykorrhiza Pilz absterben könnte, wird der Mischung kein Humus beigefügt. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.
Traditionell wird als Bonsai-Schale eine unglasierte Schale gewählt.

Überwintern

Da die Hemlocktanne winterhart ist, kann eine Überwinterung im Gewächshaus oder im Freien erfolgen. Ideal sind Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad. Überwintert die Tanne im Freien, ist es empfehlenswert die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in etwa 5cm Dicke mit Substrat zu bedecken. Um ein Austrocknen des Bonsais bei starkem Frost zu verhindern, kann dieser mit einer Plastikfolie abgedeckt werden.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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