Chinesische Ulme (Ulmus parvifolia)

Outdoor tauglich Nein
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die Chinesische Ulme ist hauptsächlich im subtropischen Klima beheimatet. Die Bezeichnung Chinesische Ulme gilt für verschiedene, sehr ähnliche Gehölze. Der Stamm ist meist dunkelgrau gefärbt und wird im Alter borkig. Wegen ihrer Robustheit hat sich die Chinesische Ulme als beliebter Zimmerbonsai durchgesetzt. Sie übersteht meist Pflegefehler und auch Schädlingsbefall.

Standort

Als subtropischer Baum ist der ideale Standort für die Chinesische Ulme im Sommer im Freien und im Winter in einem gekühlten Raum, der Temperaturen bis zu 15 Grad aufweist. Wird die Chinesische Ulme im Winter in der Wohnung bei Temperaturen über 15 Grad gehalten, ist sie anfälliger für den Befall von Spinnmilben ist. Präventiv kann man das Blattwerk öfter mit Wasser besprühen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Wird die Ulme im Herbst im Freien gehalten, so nimmt sie leicht Fröste gelassen, sollte jedoch ab diesem Zeitpunkt ins Haus geholt werden. Im Sommer verträgt sie auch volle Sonne, muss jedoch hinsichtlich des Wasserbedarfs häufiger kontrolliert werden. Wird der Bonsai dauerhaft in der Wohnung gehalten, dann ist es, um eine gute Entwicklung des zu gewährleisten, ratsam den Bonsai im Winter in einen ungeheizten Raum zu stellen und über das Jahr für optimale Lichtverhältnisse und höhere Luftfeuchtigkeit zu sorgen.
Erhält die Chinesische Ulme über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist sie in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Die Pflanze kann widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden, indem Wind und Regen ihre Blätter verhärten.

Gießen

Die Chinesische Ulme hat einen überdurchschnittlichen Bedarf an Wasser und es sollte darauf geachtet werden, dass die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn diese schonende Vorgehensweise verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzen wiederholten Gießens wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform der Ulme beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild der Ulme kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Im Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Besonders in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist eine regelmäßige Düngung für den Bonsai essentiell. Die Düngung wird lediglich in der Blütezeit und unmittelbar nach dem Umtopfen unterbrochen. Für den Standort im Freien empfiehlt sich die Anwendung eines organsischen Düngers in Kugel- oder Pulverform. In der Wohnung verwendet man bestenfalls einen organischen Flüssigdünger.

Umtopfen

Das Umtopfen der Chinesischen Ulme sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig.
Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus.  Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da die Chinesische Ulme ein subtropischer Baum ist, muss die Überwinterung in der geschützten Wohnung erfolgen. Idealerweise herrschen am gewählten Standort Temperaturen von mindestens 5 Grad bis 15 Grad. Allerdings verträgt die Ulme nur höhere Temperaturen, wenn sie täglich zusätzlich mit Wasser besprüht wird (vgl. Standort). Grundsätzlich mag die Chinesische Ulme helle Standorte und besonders im Winter - durch kurze und weniger lichtintensive Tage - ist darauf zu achten, dass sie einen optimalen Standort erhält.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.
Tipps für die Behandlung von Spinnmilben: siehe Standort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.