Chinesische Steineibe (Podocarpus chinensis)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Ja
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Die chinesische Steineibe ist in China beheimatet. Die Steineiben sind eine Pflanzengattung mit etwa 105 Arten in der Familie der Steineibengewächse. Podocarpus, der botanische Name, bedeutet übersetzt „gestielte Frucht“. Allerdings tragen sie keine Früchte. Sie sind hauptsächlich in den Gebirgen der Tropen vertreten. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Da es sich bei der Chinesischen Steineibe um eine tropische Pflanze handelt, bevorzugt sie wärmere Temperaturen, daher ist ihr idealer Standort ganzjährig in der Wohnung. Im Sommer kann die Steineibe auch im Freien  gehalten werden sobald die Temperaturen konstant über 5 Grad liegen. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Chinesische Steineibe in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Durch Wind und Regen können sich die Blätter verhärten und sie widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten werden lassen.

Gießen

Obwohl die Chinesische Steineibe einen eher normalen Bedarf an Wasser hat, darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn dies verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzem wiederholten Gießen wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform der Steineibe beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 8-12 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild der Chinesischen Steineibe kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Nach 6-9 Wochen sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Die regelmäßige Düngung in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist essentiell für einen Bonsai. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird die Düngung unterbrochen. Da dieser Bonsai in der Wohnung gehalten wird, eignet sich ein organischer Flüssigdünger am besten. Während der Sommermonate, wenn der Bonsai im Freien gehalten wird, ist ein organischer Dünger in Kugelform oder ein organischer Streudünger empfehlenswert.

Umtopfen

Das Umtopfen der Chinesischen Steineibe sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da es sich bei der Chinesischen Steineibe, wie bereits erwähnt, um eine tropische Pflanze handelt, die wärme Temperaturen bevorzugt, muss die Überwinterung in der Wohnung stattfinden.  Dabei sollten die Temperaturen mindestens 5 Grad, idealerweise bis 25 Grad betragen. Daher sind die durchschnittlichen Zimmertemperaturen von 18 bis 22 Grad optimal für die Überwinterung der Chinesischen Steinbeibe. Da die kurzen und weniger lichtintensiven Wintertage oftmals zu düster für den Bonsai sein können, ist darauf zu achten, dass er einen hellen Standort erhält.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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