Chinesische Dornenulme (Hemiptelea davidii)

Outdoor tauglich Ja
Blühend Nein
Trägt Früchte Ja
Wirft Laub/Blüten ab Ja

Beschreibung

Die Chinesische Dornenulme ist in Ostchina und Korea beheimatet. Die etwa sieben Gattungen und 35 Arten der Ulmengewächse sind hauptsächlich auf der Nordhalbkugel der Erde verbreitet. Einige Arten werden als Zierpflanzen gehalten und von einigen wird das Holz genutzt. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Der ideale Standort für die Chinesischen Dornenulme ist im Sommer im Freien und im Winter kann sie bei Temperaturen bis zu maximal -10°C gehalten werden. Ideal sind Temperaturen von -5 Grad bis 10 Grad. Über den Winter ist die Chinesische Dornenulme kahl und im Herbst hat sie eine schöne rote Blätterfärbung. Erhält sie über den Tag ausreichend Licht, so bildet sie über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als sie für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist die Chinesische Dornenulme in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Durch Wind und Regen können sich die Blätter verhärten und sie widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten werden lassen.

Gießen

Die Chinesische Dornenulme hat einen überdurchschnittlichen Bedarf an Wasser. Die Erde darf nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn dies verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzem wiederholten Gießen wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform der Dornenulme beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 6-8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild der Chinesischen Dornenulme kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Ab Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Die regelmäßige Düngung in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist essentiell für einen Bonsai. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird die Düngung unterbrochen. Empfehlenswerte Dünger sind organische Dünger in Kugelform, organischer Streudünger oder ein organischer Bonsai-Flüssigdünger.

Umtopfen

Das Umtopfen der Chinesischen Steineibe sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da die Chinesische Dornenulme relativ robust ist, verträgt sie Temperaturen bis zu -10°C. Die Überwinterung sollte auf alle Fälle im Freien erfolgen. Es empfiehlt sich dabei die Schale in Torf einzusetzen und die Erdoberfläche in ca. 5cm Stärke mit Substrat zu bedecken. Bei strengem Frost sollte der Bonsai mit einer Plastikfolie abgedeckt werden, um ein Austrocknen zu verhindern.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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