Buntblättriger Feigenbaum (Ficus benjamina 'Starlight')

Outdoor tauglich Nein
Blühend Nein
Trägt Früchte Nein
Wirft Laub/Blüten ab Nein

Beschreibung

Der Buntblättrige Feigenbaum – Ficus Benjamina „Starlight“ – (auch Benjamini genannt) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Bangladesch, Myanmar, im südlichen China und von Malaysia bis zu den Salomonen sowie im nördlichen tropischen Australien beheimatet. Die Sorten dieser Art werden im Tropengürtel als Zierpflanze an Straßen, in Parks sowie in Gärten gehalten. Hier erhalten sie eine Pflegeanleitung für ihren Bonsai: der richtige Standort, Schneiden, Umtopfen, Gießen, Drahten, Düngen und Überwintern.

Standort

Da es sich beim Buntblättrigen Feigenbaum um eine tropische Pflanze handelt, bevorzugt sie wärmere Temperaturen, daher ist ihr idealer Standort ganzjährig in der Wohnung. Im Sommer kann die Feige auch im Freien gehalten werden sobald die Temperaturen konstant über 5 Grad liegen. Erhält der Feigenbaum über den Tag ausreichend Licht, so bildet er über die Blätter mehr Zucker und Sauerstoff als er für die Selbsterhaltung beansprucht.  Mittels dieses Überschuss an Energie ist der Buntblättrige Feigenbaum in der Lage zu wachsen und einen dickeren Stamm zu entwickeln. Durch Wind und Regen können sich die Blätter verhärten und sie widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten werden lassen.

Gießen

Obwohl der Buntblättrige Feigenbaum einen eher geringen Bedarf an Wasser hat, darf die Erde nie gänzlich austrocknen, da ansonsten die feinen Wurzeln absterben würden. Insbesondere bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung bedarf es einer intensiveren Beobachtung des Baumes hinsichtlich des Wasserbedarfs. Gegebenenfalls muss der Bonsai in dieser Zeit häufiger gegossen werden.
Grundsätzlich sollte die Erde das ganze Jahr über feucht gehalten werden. Ist die Erde dennoch ganz trocken geworden, kann man den Baum bis zum Rand der Schale in Wasser eintauchen und ihm somit ermöglichen Wasser aufzusaugen. Mit Hilfe einer Brause kann man die Pflanze mit Regenwasser übergießen, denn dies verhindert ein ausschwemmen der Erde. Abgestandenes Leitungswasser kann ebenfalls benutzt werden, jedoch besteht die Gefahr, dass Kalkflecken auf den Blättern erscheinen. Durch das Übergießen wird die Luftfeuchtigkeit erhöht und Staubpartikel auf den Blättern des Baumes beseitigt. Anhand kurzem wiederholten Gießen wird die Erde langsam bewässert. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt bis die Erde mit Wasser vollgesogen ist.

Schneiden

Die Äste, Zweige, Triebe und Wurzeln müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um die typische Wuchsform des Feigenbaumes beizubehalten und zu erreichen. Der Rückschnitt erfolgt ab Mai etwa alle 8 Wochen bis September. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Krone und Wurzeln beizubehalten, erfolgt beim Umtopfen ein Wurzelschnitt.

Drahten

Das Erscheinungsbild des Buntblättrigen Feigenbaums kann durch das Drahten verändert werden. Man wickelt einen Aluminiumdraht spiralförmig um die betreffenden Äste, Zweige sowie um den Stamm. Dabei wickelt man in gleichmäßigen Windungen von unten nach oben, nicht zu fest, aber dennoch straff genug. Ab Mai sollte der Draht entfernt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt das Dickenwachstum. Verbleibt der Draht an den Ästen, Zweigen und dem Stamm, so können unschöne Drahtungsspuren entstehen.

Düngen

Die regelmäßige Düngung in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst ist essentiell für einen Bonsai. Lediglich in der Blütezeit oder unmittelbar nach dem Umtopfen wird die Düngung unterbrochen. Da dieser Bonsai in der Wohnung gehalten wird, eignet sich ein organischer Flüssigdünger am besten. Während der Sommermonate, wenn der Bonsai im Freien gehalten wird, ist ein organischer Dünger in Kugelform oder ein organischer Streudünger empfehlenswert.

Umtopfen

Das Umtopfen des Feigenbaumes sollte alle 2 Jahre im Frühjahr stattfinden. Dabei werden die Wurzeln beschnitten, um eine bessere Verzweigung des Wurzelsystems zu erlangen. Drängt sich der Baum im Laufe der Zeit aus der Schale, ist ein Verpflanzen in eine neue größere Schale notwendig. Die herkömmliche Bonsai-Mischung beinhaltet jeweils ein Drittel Akadama, Lavasplitt und Humus. Beim Umtopfen wird lediglich ein Drittel der verbrauchten Erde beibehalten und durch zwei Drittel Bonsai-Erdmischung ergänzt.

Überwintern

Da es sich beim Buntblättrigen Feigenbaum, wie bereits erwähnt, um eine tropische Pflanze handelt, die wärme Temperaturen bevorzugt, muss die Überwinterung in der Wohnung stattfinden.  Dabei sollten die Temperaturen mindestens 12 Grad, idealerweise bis 25 Grad betragen. Daher sind die durchschnittlichen Zimmertemperaturen von 18 bis 22 Grad optimal für die Überwinterung des Buntblättrigen Feigenbaumes. Da die kurzen und weniger lichtintensiven Wintertage oftmals zu düster für den Bonsai sein können, ist darauf zu achten, dass er einen hellen Standort erhält.

Krankheiten

Eine sorgfältige Pflege und intensive Beobachtung seines Wachstums ist die Voraussetzung für einen gesunden Bonsai. Mit der richtigen Pflegeanleitung wird der Bonsai vor Schädlingen und Krankheiten bewahrt. Tritt dennoch ein Schädlingsbefall ein, helfen handelsübliche Pflanzenschutzmittel oder schonende natürliche Hilfsmittel, ohne Chemie, weiter.

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