Dreispitzahorn

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In seiner Heimat Ostchina und Japan wird dieser Ahorn ein sehr mächtiger Baum mit großer, kegelförmiger Krone. Seine zuerst graue Rinde wird nach einigen Jahren fleckig und wirft größere Platten ab, darunter ist die Farbe orangebraun. Der Dreispitzahorn hat, wie sein Name schon sagt, kleine, sich gegenüber sitzende, in drei kurzen zugespitzten Lappen auslaufende Blätter. Diese verfärben sich im Herbst in wunderschöne gelb-orange Töne. In Japan wird der Dreispitzahorn am häufigsten für die verwendeten Laubbaum für die Bonsai-Gestaltung. Er ähnelt sehr unserem Feldahorn; hat kleine Blätter, größere Schnittverletzungen heilen rasch und sind im Laufe der Zeit gar nicht mehr ersichtlich.
Der sogenannte schnelle Bonsai: Man benötigt einen Ahorn mit einer Höhe von zwei Metern, der schöne Wurzeln und einen schönen Stamm besitzt, sägt diesen bis auf 30cm zurück und beginnt mit dem Aufbau.

Bewässern

Da der Dreispitzahorn sehr rasch wächst und in kurzer Zeit schon sehr viele Wurzeln bildet, ist der Wasserbedarf dem entsprechend groß. Gleichmäßig feucht halten, aber keine Staunässe verursachen. Am besten verwendet man hierfür Regenwasser.

Drahten

Ab Ende Mai können ein- bis zweijährige Zweige noch gut gedrahtet werden. Vorsicht: Diese regelmäßig kontrollieren, weil das Dickenwachstum bei Ahorn Ende Sommer sehr kräftig ist und die Drähte durch das Einwachsen Narben bilden.

Düngen

Nach dem Austreiben bis hin zum Beginn der Färbung im Herbst alle zwei Wochen mit Flüssigdünger – aber auch Düngekegeln können eingesetzt werden.

Gestalten

Bis auf die Besenform sind alle Stilarten machbar. Dreispitzahorne die ihre Wurzeln über den Felsen ausbreiten sind sehr imposant. Die Wälder haben eine eindrucksstarke Wirkung. Der Handel bietet vorrangig aufrechte Doppel- oder Mehrfachstamm Dreispitzahorne an.

Krankheiten

Unempfindlich gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten; Mehltau kann höchstens vorkommen. Anti-Pilz-Spray einsetzen.

Schnitt

Achtung: Im Frühjahr steht der Ahorn sehr rasch im Saft; der späte Schnitt führt leicht zu anhaltendem Bluten, das den Ahorn schädigen kann. Im Februar dickere Äste entfernen und die Schnittstellen sofort mit Baumwachs verschließen. Im Sommer werden die größeren, dickeren Äste entfernt. Im Frühling wird der erste Austrieb ab 10 bis 15cm auf 1 bis 2 Blattpaare zurückgeschnitten. Der nächste Austrieb taucht nach ca. zwei Wochen auf und dieser wird ebenfalls so behandelt. Ab August dann werden alle nachfolgenden Austriebe nur noch pinziert. Hat der Bonsai seine gewünschte Form erreicht, müssen schon beim Öffnen der Knospen die Triebe ausgezupft werden. Große Blätter können abgeschnitten werden. Nur die Blattflächen werden abgeschnitten, die Stiele bleiben am Baum und fallen nach einiger Zeit von selbst ab. Alle zwei Jahre sollte ein Blattschnitt durchgeführt werden, nur so kann man verhindern dass die Blätter zu groß werden.

Standort

Im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung, an zu heißen Tagen über Mittag etwas schattiger. Ausgezeichnet wäre ein luftiger, windiger Platz. Wird der Bergahorn zu schattig gestellt, bekommt er sehr große Blätter. Bei sehr hohen Minusgraden und scharfem Wind anfällig für Frostschäden

Überwinterung

Die Wurzeln des Dreispitzahorns sind empfindlich gegen Frost und daher im Winter zu schützen. Besonders bewährt hat sich hierbei die Überwinterung im Garten durch Eingraben des Ballens in der Erde. Die Bonsaischale vor dem Einsenken entfernen. Wenn kein Garten vorhanden ist, auf dem Balkon mitsamt der Schale in ein Gefäß mit einem Gemisch aus Torfersatz und Sand vergraben. Bei hohen Minusgraden unter -10Grad zusätzlich mit Stroh oder Folie abdecken. Den Winterschutz wieder entfernen sobald es wärmer ist.

Umpflanzen

Im Frühjahr, sobald die Knospen anschwellen, alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Ein Drittel der Wurzeln wird entfernt. Erdmischung: Akadamaerde, Sand/Splitt und Bonsaierde in gleichen Teilen.

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